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Marketing des Lebens. Tod des Marketings

Update 26.5.
Dieser Artikel ist inzwischen auch als Freitag-Blog erschienen und wurde dort ausgiebig auf Facebook diskutiert. Drei Tage später hat auch das Neo Magazin Royale einen schönen (satirischen) Werbespot für die „Life“-Variante eines schon früher erfundenen Cola-Drinks veröffentlicht. Kurz darauf sind u. a. bei Zeit, Welt und Stern online Artikel zum Thema erschienen.

Coca Cola Life: volle Pulle Leben?

Coca-Cola Life: volle Pulle Leben? – Foto: Facebook, Coca-Cola Life

Wenn man derzeit vor einem der Werbeplakate für das hierzulande neueste Lebensverkürzungsmittel aus dem Hause Coca-Cola steht, das auch noch den wunderschön zynischen Namen Life trägt, kann sich einem unweigerlich die Frage aufdrängen, ob hier nicht sogar eine neue Dimension des Marketings erreicht ist. Denn mal abgesehen davon, dass Coca-Cola sich für sein neues Greenwashing gewissermaßen auf den Kopf stellen, oder von innen nach außen stülpen, nämlich sich in seine Komplementärfarbe verwandeln musste; und ganz abgesehen von der Frage, ob der globale Kapitalismus letztlich nicht doch mehr Leben vernichtet, als er schafft, will zwar seine Werbung – und muss das nicht zuletzt sicher auch, um von genau jener Frage abzulenken – natürlich immer schon vor allem eins: mit ihren Produkten zugleich ein ganzes Lebensgefühl verkaufen. Aber könnte es sein, dass vielleicht wirklich erst jetzt mit Coca-Cola Life zum ersten Mal ein Unternehmen diese Strategie eins zu eins, in reinster Form beim Namen, nämlich sein Produkt nach ihr benennt? Mir ist bisher jedenfalls kein anderes vergleichbares untergekommen (ich bin da allerdings auch sicher nicht der Bewandertste).

Im Grunde ist es aber doch höchst erstaunlich, dass Weiterlesen

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Die Infantilisierung unserer Gesellschaft

Depressives Vergnügen? Glanz und Elend der Kindheit für Erwachsene - Filmstill aus "Finsterworld" © Alamode Filmverleih

Depressives Vergnügen? Glanz und Elend der Kindheit für Erwachsene – Filmstill aus „Finsterworld“, © Alamode Filmverleih

An dieser Stelle nur ein Hinweis auf den gleichnamigen Artikel, den ich Ende Dezember auf freitag.de und später bei demokratiEvolution veröffentlicht habe. Er hat beim Freitag und auch auf dessen Facebook-Seite viel Beachtung gefunden, was mich sehr freut, weil ich in ähnlicher Richtung gerade auch für ein Forschungsprojekt recherchiere. Man wird also in Zukunft hoffentlich mehr dazu hören. In diesem Sinne allen meinen Lesern ein produktives und erfolgreiches neues Jahr!